Offene Kindergartenarbeit heißt, nicht nur offene Gruppen, sondern auch offen sein für alle Kinder auch unterschiedlicher Nationalitäten, Religionen, Eltern, Behinderten und KollegInnen. Offenheit den Kindern gegenüber heißt für uns, dass jedes Kind individuell seinen Bedürfnissen entsprechend entscheiden kann mit wem, womit und wo es spielen möchte. Daher ist es uns wichtig, situativ zu arbeiten und nicht nach einem festgesetzten Schema. Eine wichtige Voraussetzung ist daher, mit den Kindern gemeinsam sinnvolle Regeln zu besprechen und sie einzuhalten.
Um unsere Arbeit erfolgreich zu verrichten, ist es eine wichtige Voraussetzung, den ständigen Kontakt zu den Eltern zu pflegen. Er schafft die Atmosphäre, in der sich die Eltern sowie die pädagogischen MitarbeiterInnen öffnen zum Austausch von Fragen, Informationen und Anregungen.
Unsere Einrichtung möchte auch offen gegenüber behinderten Kindern sein, so weit der Grad der Behinderung dies in einem Regelkindergarten zulässt. Sind in der Gruppe auch behinderte Kinder, dann möchten wir für offene, natürliche Bewegungsmöglichkeiten mit nicht behinderten Kindern sorgen. Jede Mitarbeiterin des Teams ist verantwortlich für alle Kinder, mit oder ohne Behinderung.
Um eine erfolgreiche offene Arbeit zu leisten, ist eine gute Zusammenarbeit der pädagogischen Kräfte Voraussetzung. Dazu gehören eine gute Teambereitschaft, offener Austausch und faire Diskussionen. Wichtig für das Kindergartenteam ist eine Zusammenarbeit mit Gemeinde, Eltern und KollegInnen, die getragen ist von Achtung, die man seinem Gegenüber entgegen bringt. Es soll ein Miteinander sein, das auf Vertrauen und Ehrlichkeit basiert, das Konflikte zulässt und gemeinsam nach Lösungen sucht.
Offen möchte vor allem auch das Familienzentrum sein für die Fragen, Sorgen und Wünsche der Familien im Stadtteil. Hier ist der Kindergarten als wichtiger Bestandteil des Netzwerkes aus Kooperationspartnern im Stadtteil gefordert, sich den Anforderungen zu stellen und bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln.
