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DIENSTJUBILÄUM VON ORGANIST WILFRIED GUNIA

Der Gottesdienst

Im Gottesdienst am 28. Juni 2009 würdigte Pfarrer Winfried Moselewski die Tätigkeit von Wilfried Gunia und seine Verdienste um den Kirchenchor und die Gemeinde.
Sowohl der Kirchenchor, an diesem Tage unter der Leitung von Frau Uhe, als auch Windlicht bildeten einen würdigen Rahmen für diesen Tag. Windlicht sang mit der Gemeinde als Kanon "Singen macht Spaß".
Wilfried Gunia spielte auch an diesem Tag die Orgel. Besondere Höhepunkte kamen durch ds gemeinsame Spielen von Winlfried Gunia mit dem Trompeter Johannes Jorzeck.




Würdigung durch Pfarrer Winfried Moselewski

DANKSAGUNG VON PFR. MOSELEWSKI AN WILFRIED GUNIA
im Jubiläumsgottesdienst am 28. Juni 2009 in der
Christuskirche zu Lünen-Horstmar

Lieber Wilfried,
es ist nicht leicht, zu benennen, wie 25 J. Wilfried Gunia als Kirchenmusiker hier in der Christuskirche die Gemeinde mit geprägt haben. Ich will dennoch versuchen, ganz subjektiv einige Beobachtungen zu sagen:
Beginnen wir mit dem ORGANISTEN Wilfried Gunia. Nicht nur, dass Du unbedingt zuverlässig bist – und wirklich jeden Gottesdienst, jede Amtshandlung, die dir möglich sind, spielst. Nein, Du und wir, die Gemeinde, sind ein eingespieltes Team. Dein Orgelspiel unterstützt den Gemeindegesang. Das ist dann besonders zu merken, wenn du ein freies Wochenende hast. Die Gemeinde hört sofort, wenn ein anderer die Orgel spielt! Als Organist sorgst du aber ebenso durch musikalische Akzente für Atmosphäre im Gottesdienst oder reagierst auf Stimmungen. Seit das Klavier in der Kirche steht, sogar noch flexibler als wir es von der Orgel gewohnt sind: Mit dem Präludium XXII aus dem Wohltemperierten Klavier hast du uns eine Einstimmung in den Karfreitagsgottesdienst geschenkt, die einzigartig ganz deiner eigenen Art und Weise entspricht, musikalisch auch Inhalte zu transportieren. Dass deine Orgelnachspiele auch ab und an meine Predigt kommentieren – und dabei durchaus auch andere, gegenläufige Akzente setzen - weiß ich sehr zu schätzen.
Und wer meinte, Wilfried Gunias Orgelspiel zu kennen, wurde beim letzten Begrüßungsgottesdienst für die neuen Konfis eines Besseren belehrt. Erklang da doch zum Erstaunen aller nicht nur Swing Low als Orgelnachspiel – nein, es hatte einen Swing, der selbst Duke Ellington alle Ehre gemacht hat – wohlgemerkt auf der Orgel!
Du bist jedoch NIE NUR ORGANIST GEWESEN. Als 20Jähriger gerade einmal 1 Jahr in dieser Stelle ludst du zum 1 Orgelgesprächskonzert ein. Es war der Einstieg in unzählige Musikvorträge, Orgelfahrten u. ä., also der Wilfried Gunia, der seine Liebe zu seiner Musik mit viel Herzblut, Freude und Wissen freizügig an andere weitergibt. Dessen letzten Passionsvortrag man deshalb auch kostenlos im Internet von der Homepage der Kirchengemeinde downloaden und lesen kann.
Vor allem war es die Vorstufe zu den KANTATENKONZERTEN, die du am Erntedanktag dieses Jahr das 20. Mal durchführen wirst. Mit diesem ausgefallenen Konzept hast du dir eine eindrucksvolle Möglichkeit geschaffen, DEINEN KOMPONISTEN Johann S. Bach live mit Solisten, Chor und Orchester vorzustellen und uns nahe zu bringen. Wer wie ich über Jahre diese Konzerte besucht hat, weiß, dass es dir dabei um viel mehr als die Musik geht. Wer Ohren hat zu hören, der entdeckt hier viel von dem, was dich und deinen Glauben prägt. Ich denke, dass die Horstmarer Gemeinde noch nicht begriffen hat, was für ein wundervoller Schatz hier Jahr für Jahr geöffnet wird – sonst müssten wir die Kirche wegen Überfüllung schließen. Aber gerade dieses Konzert hat viele Freunde über die Gemeindegrenzen hinaus. Und das Presbyterium wird – da bin ich fest von überzeugt – selbst bei weiteren finanziellen Einschnitten schützend seine Hand über dieses einmalige Projekt halten.
Als du vor 12 Jahren den KIRCHENCHOR übernommen hast, war dies keineswegs unumstritten. Doch das ist Schnee von gestern. Der Kirchenchor ist keine Kantorei geworden. Das war auch nie das Ziel. Aber er ist eine lebendige Gemeinschaft, die wächst und eine große Ausstrahlungskraft besitzt. Alle Sänger, mit denen ich gesprochen habe, führen dies auf deine Art, den Chor zu leiten, zurück. Kurz: Der Chor ist dir mehr als dankbar für deine Leitung.
Es gäbe noch viel zusagen – ich sage nur noch eines:
Lieber Wilfried, die Gemeinde kann sich glücklich schätzen, dich als Kirchenmusiker zu haben. Ich persönlich hoffe und wünsche mir – und bin damit sicher nicht allein - , dass du noch viele Jahre hier die Tasten schlägst und den Taktstock schwingst.
Und dafür möchte ich dir heute am Tag deines Jubiläums den Segen Gottes zusprechen:
Gott segne dich und dein Tun.
Er erfreue sich an dem Lob, das du ihm bereitest.
Er gebe dir den rechten Ton zur rechten Zeit.
Er schenke Gelingen allem, was du beginnst.
Seine Liebe trage und bewege dich
heute, morgen und jeden Tag, den er dir auf dieser Erde schenken wird.
Es segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.




Empfang im Gemeindehaus

Nach dem Gottesdienst kam der Empfang im Gemeindehaus. Schon die Einleitung war etwas Besonderes: ein Laierkasten wurde gespielt, um die Kirhcgänger ins Gemeindehaus zu bitten.
Dort hatte der Kirchenchor ihrem Leiter ein kaltes Büfett als Geschenk zum Jubiläum bereitet. Doch zunächst bat Saxophon & More mit einem kleinen Beitrag für Ruhe. Finanzkirchmeister Dieter Kurtze hielt eine kurze Ansprache und schenkte Winlfried Gunia im Namen des POresbyteriums und der Gemeinde zwei Karten für das Weihnachtsorationium von Bach am Entstehungsort Leipzig. Danach präsentierte sich der Kirchenchor mit einer amüsanten Parodie auf die übliche Probenarbeit: die üblichen kleinen Fehler wurden in freundlicher Form auf die Schippe genommen, die Freude über die gemeinsame Arbeit mit Wilfried Gunia war deutlich spürbar.




Interview mit Winlfried Gunia

Mo: Kirchenmusiker bist du nebenamtlich, also neben deiner Tätigkeit als selbständiger Rechtsanwalt. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten und Chorproben kommen Konzerte und andere Termine dazu. Dein Kirchenmusikkalender ist randvoll. Ich habe dich immer als sehr engagiert erlebt, nie lustlos, sondern immer mit ganzem Herzen bei der Sache. Was motiviert dich und was gibt dir die Kirchenmusik?
Gu: Es sind verschiedene Dinge. Sonntags auf der Orgelbank habe ich das Gefühl, dort zu sein, wo ich hingehöre und aus dem Stress des Alltags herausgehoben zu sein. Nach den Proben des Kirchenchores stelle ich fest, dass ich für 90 Minuten alles hinter mir gelassen habe, was mich auf dem Hinweg noch belastet hat. Das Singen im Dortmunder Bachchor bietet mir die Gelegenheit, die mitreißende Wirkung großer Werke wie Mendelssohns „Lobgesang“ oder Haydns „Schöpfung“ zu erleben. An den Kantatenkonzerten freut mich das Erlebnis, mit hervorragenden Musikern zu musizieren und, wie in den Passionsvorträgen am Palmsonntag, den Zuhörern in einleitenden Worten etwas über die Hintergründe der Musik und die christliche Botschaft, die darin transportiert wird, zu vermitteln. Sätze wie: „Ich komme gerne nach Horstmar, weil ich dort immer etwas dazu lerne“, freuen mich ganz besonders.
Mo: Was macht dir als Kirchenmusiker hier in Horstmar besondere Freude?
Gu: Hier sind der Kirchenchor und die Kantatenkonzerte zu nennen. Es ist eine große Freude, wenn die Sänger(-innen) des Chores erzählen, dass sie oft bedrückt und freudlos zur Probe kommen, anschlie-ßend aber gut gelaunt und optimistisch nachhause gehen. Hinzu kommt ein guter Zusammenhalt im Chor. Beides gibt dem Chor eine positive Ausstrahlung, was wir von Zuhörern oft hören. Bei den Kantatenkonzerten ist es immer wieder eine Freude, wie die Leistung von bis zu 60 Mitwirkenden zu einem geschlossenen musikalischen Ereignis wird. Besondere Freude bereiten mir auch Aktionen wie das gemeinsame Singen des Chores mit den „Windlichtern“ oder das Zusammenspiel mit dem Trompeter Johannes Jorzik bei der Verabschiedung von Pfr. Möller. Das alles wäre nicht denkbar ohne die Unterstützung der Gemeindeleitung. Vier Presbyter sind Mitglieder des Kirchenchores, der Pfarrer bläst Saxophon und spielt Klavier, die Pfarrerin ist eine gute Sängerin und auch Pfr. Möller hat den Gemeindegesang stets kräftig und voller Freude angekurbelt. Überhaupt ist es eine Freude, wie die Musik von der Gemeinde wertgeachtet und gefördert wird.
Mo:
Gibt es etwas, was dir nicht so gut gefällt?
Gu: Dem Kirchenchor fehlen junge Stimmen und von der Gemeinde würde ich mir oft wünschen, dass sie kräftiger und fröhlicher singt.
Mo:
Du hast die Kirchenmusik in Horstmar maßgeblich geprägt. Gibt es Ideen oder Wünsche, die du hier gerne noch umsetzen würdest?
Gu: Ich wünsche mir oft, mehr Zeit zu haben, um mein Orgelrepertoire zu erweitern oder mich stimmlich weiterzubilden. Auch würde ich mich gerne mehr mit Orgelimprovisation beschäftigen. Bedauerlich ist, dass es durch die Festlegung der Kantatenkonzerte auf den Herbst praktisch unmöglich ist, die Weihnachtskantaten Bachs aufzuführen. Für unser Instrumentarium habe ich mir schon oft ein gutes E-Piano gewünscht.
Mo:
Da lässt sich ja vielleicht etwas machen. Erzähl uns doch bitte noch ein besonderes Erlebnis aus den 25 Jahren, die du bisher in Horstmar als Kirchenmusiker gewirkt hast.
Gu: Ich spiele gerne Orgelwerke von Nikolaus Bruhns, der von 1665-1697 lebte. Eines Sonntags, nachdem ich sein Präludium e-Moll gespielt habe, kam ein Mann zu mir und fragte, was das für ein Stück gewesen sei; eigentlich sei er Hardrock-Fan, aber diese Musik habe ihm gefallen! Und das nach mehr als 300 Jahren…
Mo:
Vielen Dank für das Gespräch.

Winfried Moselewski




 
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Silberkonfirmation 2009 | "Ich bin dann mal weg"