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 GEMEINDELEBEN AN DEN ZENTREN LÜNEN-SÜD UND GAHMEN
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Was die Gemeinde bewegte 2006-2011

VERABSCHIEDUNG NACH DREIßIG JAHREN
 

Es ist schon etwas besonderes, wenn ein sich ein Mensch dreißig Jahre lang für eine Sache einsetzt.Noch beeindruckender ist es, wenn sie oder er das über diese ganze Zeit mit immer neuer Energie, Engagement und Phantasie tut.
In der Gemeinde Preußen sind es gleich drei Personen, die sich über drei Jahrzehnte im Presbyterium eingesetzt haben. Alle drei mit hohem persönlichem Einsatz, Verlässlichkeit und Kompetenz und doch jeweils auf ganz persönliche und besondere Weise, haben sie sich den hohen Respekt und die Anerkennung der Gemeinde erworben. Alle drei sind seit dreißig Jahren im Presbyterium der Kirchengemeinde Preußen und alle drei erreichen in diesem Halbjahr die Altersgrenze und müssen ihr Amt niederlegen. In einem feierlichen Gottesdienst, wird ihnen der Dank der Gemeinde ausgesprochen und sie werden aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit entlassen.
Alle drei müssen nun zur gleichen Zeit aus Altersgründen aus dem Presbyterium ausscheiden, weil sie 75 Jahre alt werden und die Kirchenordnung hier eine unerbittliche Schranke setzt:
Renate Irrgang, Günter Mette und Werner Schütz.




 
 

Als sich Renate Irrgang 1980 zur Wahl stellte, ahnte sie noch nicht, wie tief sie bald in die kirchliche Leitungsverantwortung eingebunden sein würde. Schon nach einigen Jahren wurde sie in den Kreis-Synodal-Vorstand ( KSV ) berufen, in dem sie sie bis heute Verantwortung für den Kirchenkreis Lünen und in der Kreissynode getragen hat. Mehr als zwanzig Jahre war sie auch Mitglied im Vorstand der (unbenannt) Vereinigten Kirchenkreise Dortmund/Lünen und hat die Gestalt der Kirche also auch auf der Ebene mit gestaltet. In der Gemeinde hat sie jetzt seit fast zwei Jahrzehnten das schwierige Amt der Finanzkirchmeisterin inne und hat die Finanzen der Gemeinde mit großer Genauigkeit, aber vor allem mit ruhiger und sicherer Hand, auch durch die Zeiten der schwersten Finanzkrisen gesteuert. Nicht zuletzt ihrem sicheren Gespür für das Mögliche und Wichtige ist zu verdanken, dass die Gemeinde heute trotz der Krisen finanziell gesund dasteht.




 
 

Günter Mette war die Aufgabe des ‘Baukirchmeisters’ schon in die Wiege gelegt. Schon sein Großvater hatte in den zwanziger Jahren als Presbyter in der Gemeinde gewirkt. Schier unermüdlich hat sich Günter Mette ganz praktisch und mit großer Fachkenntnis für den Erhalt der Gebäude der Gemeinde eingesetzt. Aber aber auch einige der ganz großen Maßnahmen tragen maßgeblich seine Handschrift. So hat er 1984 als verantwortlicher Kirchmeister das Paul-Gerhardt-Haus gebaut und Anfang der neunziger Jahre die überaus gelungene Renovierung der Kirche mit verantwortet. Ein besonnener, guter Zuhörer, dessen Wort im Presbyterium immer großes Gewicht hatte.




 
 

Werner Schütz kam ebenfalls 1980 ins Presbyterium. Mit klaren Ideen und Zielen für die Gemeindearbeit im Kopf, von denen er die meisten in die Tat umsetzten konnte. Darunter das klare Engagement der Gemeinde für die Jugendarbeit oder die Anschaffung des Gemeindebusses. Vor Renate Irrgang war er über mehrere Jahre Finanzkirchmeister. Seine nachhaltigsten Spuren hat er in der Gemeinde mit seinem Engagement im ‘Treff am Abend’ gelegt, den er über zwanzig Jahre leitete. Er organisierte immer wieder Fahrten und Referenten, hielt die Gemeinde am Puls der Zeit und zeigte sich engagiert und streitbar, wenn es um die Sache des Evangeliums ging. Eine lange Kette von Veranstaltungen, Festen und Ereignissen hat er gestaltet und damit, das Gemeindeleben über viele Jahre wesentlich geprägt.




 
 

So unterschiedlich und doch gemeinsam haben diese drei PresbyterInnen über die langen Jahre die Preußen-Gemeinde in beeindruckender Weise geleitet und in unzähligen Gottesdiensten mitgewirkt. Sie haben Pfarrerinnen und Pfarrer kommen und gehen sehen, haben Ämter und Funktionen übernommen und Verantwortung getragen. Meist im Hintergrund, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Sie haben die Kontinuität der Arbeit in unserer Gemeinde gesichert, aber weit mehr als das, auch den permanenten Reformprozess aktiv und kreativ mit gestaltet.
Gerne wurde von ihnen als von den drei Säulen in der Gemeinde gesprochen. Nun geben sie ihre Verantwortung weiter. Ihr Wort und ihre enorme Kompetenz wird uns im Presbyterium fehlen, auch wenn sie sicher ihrer Preußen-Gemeinde treu verbunden bleiben.
So gilt ihnen an dieser Stelle der Dank des Presbyteriums und der ganzen Gemeinde. Viel Sichtbares und noch viel mehr Nichtsichtbares wird aus ihrem Wirken bleiben und sie werden uns mit ihrem Rat und ihrem Engagement hoffentlich noch sehr lange begleiten.




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