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Was die Gemeinde bewegte 2006-2011

KONFI-UMFRAGE: WAS GLAUBEN DIE PREUßEN?

Ergebnisse einer Umfrage der Konfis 2007/08

„Evan allmächtig“ - wie in diesem Film taucht Gott im Kino öfters auf. Er beschäftigte die Filmfiguren, sie hoffen auf seine Hilfe, beten zu ihm oder verfluchen ihn. Wie im richtigen Leben? Welche Bilder von Gott sind in den Köpfen und Herzen der Menschen in Lünen-Süd und Gahmen? Das haben Konfirmandinnen und Konfirmanden versucht mit einer Umfrage herauszubekommen. Gefragt wurden hauptsächlich Verheiratete zwischen 35 und 54, die zweitgrößte Gruppe der Befragten ist erheblich jünger (16-24). Gemeinsam ist allen, dass sie – nach eigener Auskunft - selten bzw. nur an den großen Feiertagen zur Kirche gehen. Gemeinsam ist allen Befragten, dass sie an Gott glauben – sonst hätte die Teilnahme an unserer Umfrage auch keinen Sinn gemacht. Und allen ist gemeinsam, dass diese Altersgruppen in unseren Kirchen- und Gemeindegruppen eher nicht vorkommen, für die sogenannte Kerngemeinde also Unbekannte sind. Wie sieht es denn nun aus, das Gottesbild dieser jungen eher Kirchenfernen aber Gottgläubigen?




 
 

Hier ein paar Schlaglichter. Der erste Teil der Umfrage handelte von den eigenen Vorstellungen über Gottes Eigenschaften:
„Gott ist für die meisten Leute ein liebevoller Gott und er ist eher gütig und vergebend. Er ist ein schöpferischer Gott und allmächtig – außerdem immer tröstend nah und befreiend. Er ist ein Gott aller Menschen, Armen wie Reichen“ - führt Marvin Meier zu diesem Teil der Ergebnisse aus.
Für mich klingt es, als ob ganz christlich-traditionelle Vorstellungen über Gott weiterleben – nur außerhalb des Forums, das wir Gemeindeglieder kennen – unsere Gemeinde eben, die sich regelmäßig in Gemeindehäusern und Kirche trifft.




 

Revolutionärer ist da eher ein weiterer Aspekt: Gott wird genauso oft klassisch väterlich wie väterlich-mütterlich vorgestellt. Findet hier eine kleine Revolution statt? Vielleicht haben wir hier einen Trend entdeckt – der sich auch in der „Bibel in gerechter Sprache“ wiederfindet, die gerade die Anrede Gottes stark erweitert hat: Neben dem klassischen „Herr“ findet sich in dieser Bibelübertragung auch z.B. „die Ewige“.
Überwältigend groß war auch die Anzahl der Befragten, die der Meinung waren, dass Gott eine positive Einstellung zur menschlichen Sexualität habe – auch das war ja nicht immer so ...




 
 

Wer diese sympathische Gestalt treffen möchte, braucht - laut Teil 2 unserer Umfrage - nicht weit zu gehen: „Die Lünen-Süder denken, dass Gott überall ist. Außerdem denken sie, dass Gott alles tun kann. Sie denken auch noch, dass er Menschen verändern kann.“ - so fassen Bastian Strehl und Sabrina Wille die Ergebnisse zusammen. In der Tat: „Gott ist überall“ - war die Überzeugung der Mehrheit der Befragten. Und durch Gebete könne der Kontakt hergestellt werden.




 
 

Worum Gott sich kümmern soll? Um Gerechtigkeit. Dass die Welt bestehen bleibt. Und: Dass das Leben einen Sinn haben möge – so die meisten Befragten.




 

Und die Moral von der Geschicht – pardon – der Umfrage? Vielleicht, dass der Gottesglaube von regelmäßigen Kirchgängern und eher seltenen Kirchenbesuchern sich gar nicht sooo stark unterscheidet? Dass die von uns Kirchen vermittelten Vorstellungen über Gott und unsere regelmäßigen Gebete weiter in die Gesellschaft durchsickern, als wir immer denken? Was meinen Sie, liebe Leserin, lieber Leser?




 

Michael Kamutzki




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