Kinder und Eltern gestalteten den Sonntagvormittag mit Singen, Basteln, Spielen und Geschichten vom Wachsen. Schuhe in unterschiedlichen Größen machten das Heranwachsen der Kinder deutlich und die Geschichte vom wachsenden Samenkorn hatte Petra Rais wunderschön illustriert.
Dann gab es ein Picknick und schließlich durfte jedes Kind selbst ein Samenkorn aussäen und in ein geschmücktes Töpfchen voll Erde legen.
1: Es war einmal ein kleines Samenkorn. Es war eingesperrt in seiner harten Schale wie in einem Gefängnis. Traurig blickte es in den Tag. Eines Tages kam jemand, nahm es und legte es in die Erde. Dort lag es nun und wartete auf den nächsten Tag.
2: Mit der Zeit war es eingeschlafen, weil es so langweilig war und es sich in der engen Schale nicht bewegen konnte.
Was sollte es auch sonst tun? So verging die Zeit.
3: Plötzlich aber wachte es auf. Was war das für ein fremdes Geräusch? Da sprach doch jemand. "Hab keine Angst, mein kleiner Freund!" sagte eine warme, starke Stimme. "Ich bin die Sonne. Ich helfe dir, damit aus dir etwas Großes werden kann."
4: Nach einer Weile klopfte es ganz leise, ganz sanft. "Hab keine Angst, kleines Samenkorn" sagte eine sanfte Stimme.
"Ich bin der Regen". Ich mache dich ein bisschen nass. Doch das tut nicht weh. Ich bin ganz zärtlich. Das ist wichtig, damit aus dir etwas Großes werden kann!“
5: Langsam verlor das Samenkorn seine Angst. Es wurde mutig und bewegte sich. Es streckte sich aus und dehnte sich und plötzlich war der Hals aus der Schale, denn die Schale war durch die Sonne und den ‚Regen ganz weich geworden.
"Wie gut, dass du endlich herauskommst", sagte der Regen. "Jetzt können wir zusammen spielen. Die Erde ist schön feucht!"
6: "Hallo, liebes Samenkorn" sagte die Sonne. "Schön, dass du heraus kommst. Ich mache deine Wurzeln schön stark, dann kann dich niemand ausreißen und du hast ganz festen Halt".
7: Und das Samenkorn wuchs und wuchs und aus dem Samenkorn wurde ein richtiger großer Baum. Viele Vögel kamen, schauten sich den schönen großen Baum an und bauten ihre Nester in seinen Zweigen.
8: "So ist es mit dem Reich Gottes", sagte Jesus. "Es fängt ganz klein an, dann wächst es und wird groß. Es schlägt feste Wurzeln in den Herzen der Menschen und im Schatten der Liebe Gottes lebt es sich gut."