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Lesen Sie dazu die Grußworte des Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Vorstandsvorsitzenden und Pfarrers unserer Gemeinde Superintendent Jürgen Lembke.

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Präses der Evangelische Kirche von Westfalen Alfred Buß

Grußwort des Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen
„Rosenstrasse 76" - Häusliche Gewalt wahrnehmen, zum Thema machen, überwinden.

Häusliche Gewalt zerstört menschliches Leben und Zusammenleben. Sie tötet weltweit mehr Frauen und Kinder als Kriege und Unfälle. Ihre Ursachen sind vielschichtig. Gewalt in der Familie ist in Deutschland eine der stärksten Bedrohungen menschlicher Würde.
Was hinter den Türen der Ausstellung „Rosenstraße 76" geschieht, passiert überall: in engen Großstadtwohnungen oder vornehmen Villen, in von Arbeitslosigkeit betroffenen Familien oder in gutbürgerlichen Verhältnissen -
kurz: in unser aller Umfeld.
In der Ausstellung „Rosenstrasse 76" betreten Sie eine ganz normale Wohnung. Beim Durchgang durch ihre Räume entdecken Sie: hier, in den vier Wänden der Familie ist die Gewalt zu Hause. Wenn Sie die Informationen an alltäglichen Gegenständen betrachten, beginnen Zahlen und Fakten zu Ihnen zu sprechen und menschliche Schicksale Sie anzurühren. Die Ausstellung setzt zugleich Impulse und macht Mut, nicht sprachlos zu bleiben, sondern häusliche Gewalt zu überwinden.
Viele Institutionen und Gruppen engagieren sich gemeinsam mit der Kirche an den Ausstellungsorten in Westfalen: von Februar 2008 in Soest über Unna, Rheine, Gelsenkirchen, Hagen und Espelkamp bis zum Abschluss der Ausstellungsreihe am 6. Februar 2009 in Dortmund.
So wird es möglich, das oft tabuisierte Thema vielen Menschen in unserer Gesellschaft nahe zu bringen. Dafür bin ich dankbar.
Unserer Kirche ist die intensive Zusammenarbeit mit außerkirchlichen Partnerinnen und Partnern wichtig: vor Ort mit den zum Thema engagierten Organisationen und Einrichtungen, Beratungsstellen und gesellschaftspolitischen Akteuren ebenso wie auf Landes-Ebene mit dem Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration. Gern habe ich deshalb zusammen mit Minister Armin Laschet die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen.
Ich danke allen, die mit ihrem großen Engagement dieses breite Bündnis in Westfalen möglich machen.
Es eröffnet eine besondere Chance, uns die Augen zu öffnen mit dem Ziel: häusliche Gewalt wahrnehmen, zum Thema machen, überwinden!

Ich wünsche dem gemeinsamen Projekt gutes Gelingen.

Superintendent und Vorstandsvorsitzender der Vereinigeten Kirchenkreise Dortmund und Lünen Pfarrer Jürgen Lembke

Grußwort von Superintendent Jürgen Lembke

„Rosenstrasse 76" - gemeint ist nicht die konkrete Adresse in DortmundSölde, sondern es handelt sich um eine fiktive Adresse - diese steht für eine ungewöhnliche Ausstellung: eine Ausstellung, die eine ganz normale Dreizimmerwohnung zeigt.Eine Ausstellung, die häusliche Gewalt zum Thema hat. Ganz konkret geschieht häusliche Gewalt in vielen realen Wohnungen - auch in Dortmund. Die Ausstellung soll den Besucherinnen und Besuchern häusliche Gewalt dort zeigen, wo sie ganz konkret wahrnehmbar stattfindet, wenn der Blick darin geübt ist - Gewalt in den eigenen vier Wänden. So richtet diese Ausstellung einen klaren Appell an die Besucherinnen und Besucher: „Häusliche Gewalt wahrnehmen, zum Thema machen, überwinden..." Das Ausstellungsprojekt„Rosenstrasse 76", das in der Evangelischen Stadtkirche St. Petri gezeigt wird, will dazu ermutigen, häusliche Gewalt nicht länger zu verschweigen, und es fordert auf, jede Form von häuslicher Gewalt überwinden zu helfen. In der Ausstellung haben die Informationen und Angebote für Betroffene eine ganz besonders hohe Bedeutung. Es ist beeindruckend und sehr erfreulich, dass sich in dem umfangreichen Begleitprogramm zur Ausstellung so viele Menschen, Arbeitsbereiche und

Institutionen zusammengefunden haben, die dieses Vorhaben unterstützen. Ich danke allen Beteiligten sehr herzlich und wünsche der Ausstellung und dem ganzen Projekt viel Erfolg.